Treffen der Freunde von Triumph-Motorrädern

Geseker Zeitung 19.06. 2006

Station in Geseke genommen haben die Freunde der Triumph-Motorräder im Rahmen ihres diesjährigen internationalen Treffens. Mit den toll restaurierten und auf Hochglanz polierten Maschinen ging es trotz strömenden Regens, dem ein echter Motorrad-Fan natürlich stand hält, zuerst einmal Richtung Milke-Zementwerke, wo auch eine Betriebsbesichtigung anstand. Weitere Ausflugsziele der Triumph-Freaks waren das Hochsauerland, sowie der Flughafen Paderbom-Lippstadt. Am Abend stand dann für die Motorrad-Freunde die Jahrestagung ins Hotel „Feldschlösschen“ an. Unser Bild zeigt die Triumph-Fans bei der Ausfahrt in Geseke.

Foto:Pape-Rüther

 

Warsteiner Anzeiger 17.06.2006

„Wenn jemand etwas auftreibt, greift er sofort zu"

Mitglieder der Triumph Werke Nürnberg Zweirad Interessengemeinschaft waren gestern im neuen Besucherzentrum der Warsteiner Brauerei zu Gast 

Joachim Struve wischt die Regentropfen von seiner Triumph, die 1957 gebaut wurde. Foto: Grote

Von Yvonne Grote

WARSTEIN - „Ich habe mir das nicht so gigantisch vorgestellt", staunte Cornelia Mirlach-Koch. Sie ist neben über 200 Motorrad-Fans Mitglied der Triumph Werke Nürnberg (TWN) Zweirad Interessengemeinschaft [IG).

Gestern besuchten 49 Triumph-Fahrer und ihre Familien das neue Besucherzentrum der Warsteiner Brauerei. „Einmal im Jahr treffen wir uns", erzählte Joschi Kleine aus Geseke. Zusammen mit Norbert Feldmann organisierte er das Treffen in Geseke für die Mitglieder der Interessengemeinschaft. Im Hotel Feldschlösschen schlugen sie für das verlängerte Fronleichnam-Wochenende ihr Lager auf. Das umfangreiche Programm führte die aus ganz Deutschland, den Niederlanden und Polen stammenden Triumph-Fahrern auch nach Warstein. „Im letzten Winter sprach mich Herr Kleine darauf an, ob ich einen Termin für eine Brauereibesichtigung organisieren könnte. Es war schwierig, weil das Besucherzentrum ja erst kürzlich eröffnet wurde", sagte Bürgermeister Manfred Gödde.

Die Interessengemeinschaft hat sich vornehmlich deshalb zusammen geschlossen, damit sich die Oldtimer-Fahrer gegenseitig bei der Suche nach Ersatzteilen behilflich sein können. „Wenn jemand etwas auftreibt, greift er sofort zu und verkauft es an denjenigen, der es gebrauchen kann", so Joschi Kleine. Hergestellt werden Ersatzteile für die deutsche Triumph, die von 1903 bis 1957 in Nürnberg produziert wurde, nämlich nicht mehr. „Die Teile werden aufgearbeitet", sagte Volker Koch, Webmaster der TWN Zweirad IG, „Einzelanfertigungen sind verdammt teuer."

Joachim Struve fährt eine Triumph aus dem Jahr 1957. „1977 habe ich sie für 200 DM erworben", so der Motorrad-Fahrer. 1992 war sie vollständig restauriert und wieder „zivilisiert" - sie war eine Bundeswehr-Maschine. „Sie ist total pflegeleicht", freut sich Joachim Struve.

„Einen Warsteiner haben wir noch nicht in unseren Reihen", so Joschi Kleine. Vielleicht findet sich ja noch ein altes Schätzchen in irgendeiner Warsteiner Scheune...

 

Heidrun Scheller